Catching permafrost in the Zwickau classroom

Michael Weidlich1, Lutz Schirrmeister2, Georg Schwamborn2

1 KOMPAKT - Schule mit Zukunft (school with future), Zwickau, Germany

2 Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research, Department of Periglacial Research, Potsdam, Germany

Earth’s Polar Regions are not included in the school curriculum in Saxony, SE Germany. However, in the media their role in climate change is often emphasized. Understanding the related connections is difficult for the pupils and therefore has little influence on their climate relevant behavior. Climate change and the connection to the Polar Regions could be approached multidisciplinary as a comprehensive topic in various school subjects.

At the KOMPAKT School in Zwickau, twelve pupils of grade 6 were interested in permafrost as a subject and dedicated several weeks to the topic. The goals included understanding basic principles, build on those to gain specific knowledge and finally find possibilities to use this knowledge in school.

In the first part of the project, the students built a simplified model that allowed studying permafrost thaw and the related consequences. These studies were accompanied by observations of thawing and freezing of different soil and vegetation samples. The students reported their secondary schoolobservations becoming familiar with keeping records of the setup and the experiments’ outcome. They used their protocols to create a documentation of the experimental work.

The cooperation with the Alfred Wegener Institute in Potsdam then allowed the pupils to connect to scientists working on permafrost, to learn about the scientific questions those scientists address, and how and where they worked on. The pupils had the possibility to ask questions about fieldwork and follow up lab work during a visit at AWI in Potsdam.

An additional part of the project was the collection of information from permafrost related articles in newspapers and journals. The pupils are not used to long, scientific texts, the extraction of relevant content and relating this information to their own knowledge was very difficult. One key insight of this part of the project was that results of scientific research can lead to vastly different interpretations. Complete answers, as the pupils know them from class, are not provided. Rather, scientific research means to discuss results from different perspectives to struggle together for realistic explanations of nature phenomena.

In the final stage of the project, the pupils took part in an excursion to Westerwald around Dornburg, where phenomena related to freezing processes could be observed in- situ. The pupils were encouraged to find explanations for their observations themselves. Some theories were astonishingly accurate.

During the project, we always discussed the responsibility that each of us has towards the protection of nature. Do we have influence on nature at all? Are children and teenager also affected? This discussion is carried on beyond the project. All participating students are now encouraged to take part in the discussion with their new insights from the classroom exercises. They can also better relate to the public discussion of climate change. They learned new ways to pose questions and that at times, it can be difficult to obtain answers. They have worked on one specific subject during a long time and are now able to stimulate discussion in class whenever permafrost or Earth’s climate are topics. They can resort to the results of their own model and experiments and their observations as well. They can give information to others and maybe intrigue them with the subject. From this point of view, the project was a complete success.

Activities of the cool permafrost class in Zwickau. Left: Experimental arrangement to study permafrost thaw; middle: Presenting first results at a project week in school; right: Description and weight measurements of thawed samples after the experiment

To top

Beschreibung

KOMPAKT-Mittelschule Zwickau; Klasse 5, Schuljahr 2012/2013 

„Seit einigen Jahren gibt es verstärkt Bemühungen, Schulen und Wissenschaft direkter zu verknüpfen. In diesem Rahmen ist Coole Klassen ein wichtiger Vorreiter. Polarforschung ist ein wichtiges Thema für die Gesellschaft, das mit dem Geruch von Abenteuer für Schüler ausgesprochen attraktiv ist.

Die Bedeutung des Projekts Coole Klassen liegt in der Vernetzung von Wissenschaft und Bildung. Dabei sind die Lehrer das Bindeglied zwischen Wissenschaftlern und Schülern. Sie transferieren neue Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse der Polarforschung direkt in die Klassenzimmer. Polare Themen sind für die Schüler attraktiv, immer fachübergreifend und fördern wesentliche Kompetenzen.“ (aus: Coole Klassen – auf Tuchführung mit Polarforschern; Hrsg.: AK Polarlehrer in der DGP e.V.)

So weit der (theoretische) Rahmen für das Nachfolgende.

In der Klasse 5 der KOMPAKT-Mittelschule in Zwickau lernen derzeit 13 Mädchen und Jungen mit ganz unterschiedlichen Begabungen, Vorkenntnissen, Lernvoraussetzungen usw. Wie alle, haben auch sie das Recht und den Anspruch auf einen Unterricht, der nicht nur einfach Wissen lt. Lehrplan vermittelt, sondern Motivationen, Begabungen entwickelt und fördert, Perspektiven öffnet, Spaß macht, lebensnah ist, Realitäten unserer Welt einbezieht usw.

Ein Baustein in diesem Konstrukt kann das Befassen mit einem großen Thema sein, das sich über mehrere Schuljahre, vielleicht bis zum Ende der Schulzeit,  hin erstreckt. Dazu eignet sich das Thema Polargebiete – Permafrost, für das der Geographieunterricht die Klammer bilden soll. Dass diese Gebiete und das Wissen darum, die neuen und alten Forschungsergebnisse, Dokumentationen in Büchern und Filmen usw. dazu beitragen, solche menschenarmen Gebiete in das öffentliche Bewusstsein zu rücken einschließlich der Bedeutung, die sie für das Leben auf unserem Planeten haben, ist in Fachkreisen allgemein anerkannt. Trotzdem ist die Wahrnehmung dazu im öffentlichen Raum eher gering; auch im Schulunterricht streifen solche Themen nur den Rand einzelner Lehrpläne (hier v.a. Geographie und Biologie). Damit werden wir aber der Bedeutung dieser Themen nicht gerecht, und schon gar nicht erreichen wir hiermit ein Nachdenken oder gar Handeln der Schülerinnen und Schüler bezüglich ihrer individuellen Verantwortung für das Leben auf der Erde. Diese Zusammenhänge werden schlicht zu selten deutlich.

Außerdem ist die Organisationsform „Schule“ dem wissenschaftlichen Anspruch entsprechender Themen oft nicht gewachsen. Es fehlt häufig an Zeit und Ausstattungen, um kreativ, praxisbezogen und langfristig an einer Problemstellung möglichst fächerübergreifend zu arbeiten. Die Wissenschaft selbst erscheint wiederum vielen Nichtfachleuten zu lebensfern, abgehoben, unverständlich, als dass sie bereit wären, sich auf Entsprechendes einzulassen.

In dem wir uns aber nun einem solchen konkreten Thema zuwenden, wollen wir an unserer Schule zeigen, dass das doch möglich ist und zugleich den oben beschriebenen Nutzen bringt. Auch die Lehrpläne werden kein Hindernis dabei darstellen. Außerdem leisten wir hiermit einen aktiven Beitrag zum „Lernen lernen“.

Im Laufe der Zeit wird es sich erweisen, dass tatsächlich ganz unterschiedliche Unterrichtsfächer an der Bearbeitung beteiligt sein werden. Sprachlich exaktes Vorgehen bezieht sich auf den Deutschunterricht, manche Texte verlangen Fremdsprachenkenntnisse, die Landschaftskomponente Bios erfasst Abschnitte des Biologieunterrichts, die Medienkompetenz wird gestärkt, der Kunstunterricht kann vermitteln, wie ansprechende Plakate oder Wandzeitungen zu gestalten sind, Wetter- und Klimadaten tangieren auch den Physik- oder Chemiebereich u.v.a.m.

Im Folgenden soll nun kurz dargestellt werden, welche Schritte bei der Behandlung des Themenkomplexes gegangen werden sollen. Auf weitere Begründungen wird wegen der bisherigen Ausführungen verzichtet.

Schuljahr 2013/14  (Kl. 6)

  • Vorstellung des Themas
  • Fragestellungen: Was könnte euch daran interessieren? Woher können wir Informationen erlangen?
  • Anlegen eines Arbeitsbuches
  • Suche nach geeigneten Partnern (Lehrer anderer Schulen, Institutionen usw.)
  • Erarbeitung von Forschungsaufträgen für Gruppen von Schülerinnen und Schülern der Klasse permanente Materialsammlung
  • Praxistests für Unterrichtsmaterialien und -entwürfe aus „fremder“ Hand
  • Zwischenauswertungen

Schuljahr 2014/15  (Kl. 7)

  • Fortsetzung und Vertiefungen in Bezug auf das Vorjahr
  • Erprobung: Wie löse ich Probleme?
  • Exkursionen zu Partnern (AWI?)
  • Laborarbeit (Einführung, selbständige Erprobung, Beschreibung von Ergebnissen)
  • Einführung in die „Feldforschung“ zur Datenerhebung 

Schuljahr 2015/16  (Kl. 8)

  • Fortsetzung/ Vertiefungen
  • Vorbereitung der Teilnahme an der Internationalen Permafrostkonferenz in Potsdam (Erstellung von Ausstellungsmaterial, Vorbereitung einer Präsentation)
  • Regionale Öffentlichkeitsarbeit
  • Weiterführende Exkursionen

Schuljahr 2016/17  (Kl. 9)

  • Auswertungen
  •  Erprobungen von durch Schüler erarbeitete Unterrichtsmaterialien und -sequenzen im Sinne des Verankerns geographischer Themen in verschiedenen Schulfächern und des Bewusstmachens der andauernden Verantwortung des Menschen
  • Vorstellung der Erfahrungen im Fachzirkel Geographie

Am Ende steht die Frage: Was geht das alles mich an? Wie wirke ich auf die Natur? Welche Verantwortung habe ich als handelnder Mensch?

Wir werden mit den Schülerinnen und Schülern diese Thematik intensiv bearbeiten und öffentlich vertreten.

To top

Informationen

Einige Informationen zum geplanten gemeinsamen Projekt aus Sicht der Schule

Schule: KOMPAKT – Schule mit Zukunft;
             Fröbelstraße 17
             08056 Zwickau

Erreichbarkeit
Tel.: 0375 27119940
Fax: 0375 27119941
mail: info@bfsz.de
         mweidlich@personal.bfsz.de

Schulleiter: Herr Torsten Wolf
Klassenleiter und Projektverantwortlicher: Michael Weidlich, Geographielehrer

Die Schule ist eine private Mittelschule. Schulträger ist die KOMPAKT – Schule mit Zukunft gemeinnützige Schulträgergesellschaft mbH.
Geschäftsführung: Herr Dr. Bettermann, Frau A. Wagner


Projektklasse: derzeitige Klasse 5 mit derzeit 11 Schülern (perspektivisch ist mit einer größeren Schülerzahl zu rechnen).

Die Schule betrachtet Projektarbeit als wichtigen Bestandteil im Bildungsprozess. Deshalb gibt es auch kaum Probleme, wenn solche Arbeit auch außerhalb des Schulgebäudes, evtl. auch außerhalb von Zwickau stattfinden soll. Es besteht z.B. immer die Möglichkeit, Wandertage / Klassenfahrten, bei Projektbindung auch länger als die sonst üblichen 3 Tage, für die Arbeit zu nutzen.

Für die Projekte wird immer die jeweils letzte Schulwoche vor den Winter- und Sommerferien genutzt. Es ist geplant, auch die erste Schulwoche eines Schuljahres zu einer Projektwoche zu machen. Darüber hinaus ist geplant, in regelmäßigen Abständen einzelne Projekttage in den Schulablauf zu integrieren. Projektbezogenen Arbeit im normalen Unterrichtsverlauf ist immer möglich.
Die nächste Projektwoche findet statt vom 21.-25.01.2013. Es wäre schön, wenn bei Zustandekommen der Zusammenarbeit mit dem AWI schon in dieser Woche gemeinsame Arbeit organisiert werden könnte.

Das Thema „Permafrost“ ist im sächsischen Lehrplan Geographie auf verschiedene Art im Grunde in allen Mittelschulklassenstufen Teil des Unterrichts. In Klasse 5 wurde erst in dieser Woche das Thema „Lebensfeindliche und lebensfreundliche Gebiet der Erde“ behandelt und dabei auch auf die Permafrostgebiete eingegangen.

To top

Schüler fragen

Hallo, liebe Forscher,

wir konnten zwar vor Ostern eure Post lesen, aber die Antwort mit unseren Fragen ging wegen dann auftretender Schulserverprobleme nicht mehr weg. Da übernehme ich nun in den Ferien den Part, und versuche, die Fragen aufzulisten in der Hoffnung, dass doch noch Zeit für Antworten bleibt. Wenn nicht, können wir uns in Deutschland ja wieder miteinander verständigen.

Also, hier die Fragen, ohne Reihenfolge oder Wertigkeit:

Gibt es frei lebende (gefährliche) Tiere?

Werden die Elfenbeinjäger verjagt - und wenn ja, durch wen und wie?

Gibt es eine Krankenstation, und was passiert, wenn jemand krank wird?

Wie funktioniert das eigentlich mit der Wasserversorgung - gibt es Wasserleitungen?

Und wie funktioniert die Stromversorgung?

Was kostet so ein Bohrer? Gehen die auch mal kaputt? Und wie lange dauert dann seine Reparatur?

Könnte es passieren, dass das Eis bricht? Und was dann???

 Wie leben denn überhaupt die Menschen dort im hohen kalten Norden?

Wie schwer ist so ein Bohrkern?

Findet man in den Kernen auch Einschlüsse von Insekten, so wie beim Bernstein? Und kann man da überhaupt noch was erkennen?

Das waren die ersten Fragen der Schüler. Manche wollten auch gleich hinfahren, um das Abenteuer selbst zu erleben, andere schrecken vor den Temperaturen und Lebensumständen zurück. Es ist also ganz gut gemischt. Nach den Ferien werden wir die anderen Briefe noch durchgehen, und wenn alle wieder gesund zurück sind, werden wir uns um die Planung der nächsten Schritte (Projektwoche vor den Sommerferien) kümmern.

Bis dahin liebe Grüße und gute Heimkehr! Die "coole Klasse" der Kompakt-Schule Zwickau

To top

Forscher antworten am 11.04.

Bolshoy Lyakhovsky, Zymove Camp, 11.04.2014

Liebe Mädels und Jungs,

hiermit möchte ich mich aus der sibirischen Arktis bei euch melden, um euch zu berichten, wie wir hier den Permafrost erforschen und wie man hier während einer Polarexpedition lebt.

Unsere Expedition ist Teil eines großen deutsch-russischen Forschungsprojektes, das sich „CarboPerm“ nennt und die englische Abkürzung für „Carbon in Permafrost“ (Kohlenstoff im Permafrost) ist. Damit ist auch schon der wichtigste Forschungsschwerpunkt genannt. Es geht darum, herauszufinden, wieviel Kohlenstoff im Dauerfrostboden eingefroren ist, in welcher Form Kohlenstoff auftritt (meist sind es Pflanzenreste, Mikroben, aber auch Reste von kleinen und größeren Tieren) und was geschieht, wenn der Permafrost im Zuge der globalen Erwärmung stärker auftaut. Dann wird das bisher eingefrorene organische Material stärker zersetzt und es bilden sich mehr Treibhausgase, vor allem Kohlendioxid und Methan.

Im Rahmen unserer Expedition sollen wir nun möglich viel gefrorenes Permafrostmaterial gewinnen, dass später in verschiedenen Laboren in Deutschland und Russland auf seine Zusammensetzung untersucht wird und an dem zahlreiche Experimente gemacht werden sollen. Zum Beispiel Inkubationsversuche, d.h. es wird unter verschiedenen Bedingungen (unterschiedliche Temperaturen, mit und ohne Sauerstoff) getestet, wie schnell und auf welchem Weg sich organisches Material zersetzt und wieviel Treibhausgas dabei entsteht. Unsere Expedition ist also die Voraussetzung, damit andere Wissenschaftler in unserem Forschungsprojekt überhaupt anfangen können zu arbeiten.

Nun also ein wenig mehr über unsere Expedition. Wir bohren hier in den Permafrost und erhalten dabei gefrorene Bohrkerne. Damit davon nichts auftaut, sind wir jetzt im Frühling auf die Große Lyakhovinsel (auf russisch Bol’shoy Lyakhovsky) geflogen. Im Frühling ist es hier noch kalt genug (-20°C), aber es gibt schon genügend Tageslicht um arbeiten zu können. Wie ihr vielleicht wisst, gibt es in den Polargebieten keinen täglichen Wechsel von Tag und Nacht, sondern es gibt die Polarnacht im Winter, wo es fast nicht mehr hell wird und den Polartag im Sommer, wo die Sonne überhaupt nicht untergeht.

Wir sind am 30. März von Berlin aus nach Moskau geflogen und von dort aus weiter über sechs Stunden nach Jakutsk der Hauptstadt der Republik Jakutsk, die mit zur Russischen Föderation gehört. Von dort aus ging es dann weiter mit einem alten Propellerflugzeug nach Norden zur kleinen Hafenstadt Tiksi, in der Nähe des Lenadeltas. In Tiksi hatten wir einige Tage Aufenthalt, um unsere Ausrüstung zu überprüfen und noch Lebensmittel zu besorgen.  Sowohl in Jakutsk als auch in Tiksi lag noch Schnee, während in Deutschland wohl schon ein schöner Frühling begann.

Während wir uns noch in Tiksi vorbereitet haben, fuhren von dort aus zwei Kettenfahrzeuge, die wie kleine Panzer ohne Kanone aussehen in Richtung unserer Insel. Darauf war zum einen das Bohrgerät montiert, mit dem wir in den Permafrost bohren, zum anderen waren schon alle Lebensmittel aufgeladen, die auch gefrieren können, wie z.B. Reis, Nudeln, Zucker und Mehl. Diese Fahrzeuge brauchten fast 5 Tage für eine Strecke von ca. 500 km, die zum Teil über das Meereis der Laptevsee führte. Viel Schnee, Aufschiebungen von Eisschollen und Risse im Eis machten die Strecke sehr schwierig, so dass vielfach nur im Schritttempo gefahren werden konnte.

Am 4. April ist dann unsere Gruppe bestehend aus zwei Geologen unseres Instituts dem Alfred-Wegener-Institut, zwei Geophysikern der Universität Potsdam, einem Ingenieur des russischen Arktis und Antarktis-Instituts aus Sankt Petersburg und zwei Bohringenieuren aus Jakutsk, mit einem russischen Hubschrauben zur Insel geflogen. Der Hubschrauber, war bis unter die Decke mit Ausrüstung und Lebensmitteln vollgepackt, so dass und nur ganz vorn, direkt hinter der Pilotenkabine etwas platz blieb. Die meiste zeit sind wir übers zugefrorene Meer geflogen. Zwischendurch mussten wir einmal kurz landen, um den  Kettenfahrzeugen ein Fass mit Diesel anzuwerfen, damit sie bis zu ihrem nächsten Treibstoffdepot kommen.

Der Hubschrauber landete an der Südküste der Insel in der Nähe eines alten Camps, das an der Mündung eines kleinen Flüsschens gelegen ist. Dieses Camp kennen ich noch von einer Expedition im Sommer 2007 und es sah weitgehend noch genauso aus, nur das diesmal alles weiß war und schneeverweht. Wir mussten also das Camp etwas ausgraben und zuerst möglichst schnell einen Ofen anheizen, um es warm zu haben. Zum Glück hatten wir etwas trocknes Feuerholz aus Tiksi mitgebracht und fanden nach einigem suchen unter den Schnee auch noch Treibholz, das wir zerkleinern und verbrennen konnten.

Nach zwei Tagen trafen dann auch die Kettenfahrzeuge im Camp ein und die Arbeit konnte beginnen. Die Bohringenieure aus Jakutsk betreiben das Bohrgerät und werden dabei von den Fahrern der Kettenfahrzeuge unterstützt. Es geht jetzt erstmal darum sogenannte Bohrkerne zu bekommen. An ungefähr 1m langem Stahlrohren (Kernrohre), die zwischen 10 und 15 cm Durchmesser haben ist jeweils am unteren Ende eine Bohrkrone mit Bohrzähnen aus extrahartem Stahl angeschraubt. Mit Hilfe dieser Zähne dreht die Bohrmaschine das Kernrohr langsam in den Boden. Wenn das Rohr voll mit gefrorenem material ist, wird das Rohr nach oben gezogen, dann muss dass Rohr vorsichtig etwas erwärmt werden damit der gefrorenen Gesteinskern ganz oder in mehreren Teilen herausgeklopft werden kann. Dann wird das Rohr wieder in das Bohrloch geschoben und nun muss zur Verlängerung eine Stahlstange am oberen Ende des Rohres angeschraubt werden. Dieser Vorgang wiederholt sich jeden halben bis einen Meter, je nachdem wie gut das Bohrwerkzeug in die Tiefe eindringt. und nach jedem Stück muss eine weitere Verlängerungsstange angeschraubt und beim Nachobenziehen wieder abgeschraubt werden.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass die Arbeit sehr anstrengend ist und wir sind froh, dass wir so gut von den Kollegen aus Jakutsk und Tiksi unterstützt werden. Wenn so ein Bohrkern aus dem Bohrloch herausgekommen ist, und wir die einzelnen Teile in der richtigen Reihenfolge zusammengelegt haben,  wird das gefrorenen Material etwas saubergekratzt, denn beim Bohren bleibt immer etwas am Bohrkern hängen. Das Gestein wird fotografiert und kurz beschrieben. Wir schreiben uns die Farbe auf, wie das Eis darin aussieht oder ob wir Pflanzenreste erkennen können. Dann wird so ein Bohr kern, der meistens zwischen 30 und 90 cm lang ist in einer Schlauchfolie verpackt. Jede Probe bekommt eine Nummer und es wird ordentlich aufgeschrieben, wo bei jedem Stück oben und unten ist. Das machen die wir zwei Geologen. Inzwischen bohrt die Mannschaft schon weiter und wir warten auf den nächsten Kern.

So läuft es seit drei Tagen und auf diese Art und Weise haben wir inzwischen ein fast 17 m tiefes (genau 16,94m) Bohrloch erbohrt und das Material daraus in Thermokisten, die ähnlich wie die vom Pizzadienst aussehen, nur größer sind und statt der Wärme die Kälte halten.

So, nun habe ich euch ganz viel über unsere Forschungsziele und die ersten Tage hier in der sibirischen Arktis erzählt und euch schwirrt sicher schon der Kopf von den vielen Begriffen. Darum will ich jetzt erstmal aufhören damit. Ihr könnt mich gerne fragen und ich und meine Kollegen hier versuchen euch dann per Email eine Antwort zu geben und in eine paar Tagen erzähle ich euch noch ein bisschen mehr über das leben hier, über die Leute, mit denen wir unterwegs sind und über den Permafrost, den wir hier untersuchen.

Durch unser Camp weht ein starker Schneesturm, alles ist verweht und morgen müssen wir vielleicht sogar eine Pause einlegen, wenn das Wetter nicht besser wird.

Herzliche Grüße von der Insel Bolshoy Lyakhovsky

Lutz Schirrmeister

To top

Forscher antworten am 24.04.

Bolshoy Lyakhovsky, Zymove Camp, 24.04.2014

Liebe Mädels und Jungs,

vielen Dank für Eure interessanten Fragen. Auf einige davon wären wir selber gar nicht gekommen. Ihr wisst wirklich schon ganz gut Bescheid.

Inzwischen sind wir mit der Arbeit hier fertig und warten auf den Hubschrauber, der uns wieder zurück in die Zivilisation und zuerst nach Tiksi bringt. Eigentlich sollten wir heute schon abgeholt werden, aber das Wetter in Tiksi war so schlecht (Schneesturm und Nebel),  dass der Hubschrauber nicht starten konnte, obwohl bei uns herrlicher Sonnenschein war. Nun wird es morgen passieren. Alle Geräte und Kisten stehen schon dort bereit, wo wir vor gut drei Wochen ausgeladen wurden.

Wir haben insgesamt 52,68 m an fünf verschiedenen Stellen gebohrt. Das tiefste Bohrloch ist 20,02 m tief. Dorthinein haben wir vor zwei Tagen eine Temperaturkette gehängt, die nun in verschiedenen Tiefen bis zu 10 m Tiefe die Temperatur im Permafrost misst und die Werte auch aufzeichnet. Im Sommer wird hier nochmals eine Gruppe von uns arbeiten, die dann diese Daten mit einem Computer auslesen kann. Danach bleibt die Kette wahrscheinlich noch mehrere Jahre im Bohrloch und zeichnet weiter automatisch die Temperaturen und die Temperaturänderungen auf. Eine kleine Batterie reicht dafür aus. Schon jetzt wissen wir, dass in 10 m Tiefe der Permafrost -11°C kalt ist. Das ist wärmer als die momentanen Lufttemperaturen zwischen -1 5 und -25°C. Im Sommer taut ungefähr der obere halbe Meter an der Oberfläche auf und in den tieferen Abschnitte wird es auch wärmer, aber die Temperaturen bleiben unter null Grad. In zehn Meter Tiefe sind die Temperaturen dann schon dauerhaft oder permanent stabil. Daher auch die Bezeichnung Dauerfrost oder Permafrost.

Wie haben wir hier zu elf gelebt? Es gibt in diesem Camp drei größere Hütten oder Wohncontainer, die auf Kufen stehen, ein wenig wie Bauwagen aussehen und vor vielen Jahren hierher gezogen wurden. Alles ist sehr einfach eingerichtet.  In einer zweistöckigen  Hütte wohnen wir zu elft. In der oberen Etage stehen sechs Betten nebeneinander und im Erdgeschoß stehen zwei  Doppelstockbetten. Dazwischen steht noch ein langer Tisch mit zwei Bänken, an dem gegessen wird. In der unteren Etage steht außerdem noch ein eiserner Ofen, ein kleiner Gaskocher und eine Gasflasche und ein Waschbecken. Über dem Waschbecken hängt ein kleiner Blechtopf mit einem Loch unten. Dort kann man etwas Wasser einfüllen und sich nur ganz einfach waschen. An den Wänden und von der Decke hängen alle unsere Sachen und das sind viele, weil es draußen so kalt und windig ist. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es sehr eng ist und man muss viel Rücksicht aufeinander nehmen.  Es ist so wenig Platz, dass ein Kollege nachts sogar auf dem Boden zwischen den Betten schlafen muss. In einer zweiten Hütte, wo man auch schlafen könnte, haben wir eine Art Werkstatt eingerichtet und in der dritten werden unsere Lebensmittel gelagert.

Wir wohnen auch deshalb so eng zusammen, weil wir nur eine Hütte regelmäßig heizen wollen. Treibholzstämme, die von den großen Flüssen Sibiriens nach Norden ins Meer geschwemmt wurden, gibt es hier zum Glück ausreichend. Aber man muss sie unter dem Schnee finden und dann mit den Kettenfahrzeugen zum Camp schleppen, wo sie zersägt und zerhackt werden, damit das Holz in den Ofen passt. Auf diese Weise haben wir in den Wochen hier ungefähr zehn lange und dicke Stämme verfeuert. Dann gibt es noch eine Art Sauna, eine kleine Hütte mit einem Ofen, wo man Wasser heiß machen kann und sich dann gründlich in einer Waschschüssel waschen kann. Das passierte aber in den drei Wochen nur einmal, was auch nicht jedermanns Sache ist. Unsere Wasserquelle ist der herumliegende Schnee, der in Blecheimer geschippt und auf dem Ofen aufgetaut wird. Und am Ende des Camps steht noch ein wichtiges kleines Gebäude – ein Plumsklo, eigentlich nur eine Bretterhütte mit einem Loch und einem großen Fass darunter. Alles friert ganz schnell ein im Winter.

Schon allein die Versorgung von elf Leuten ist eine schwere Aufgabe. Dazu sind zwei Kollegen aus Tiksi mitgekommen, um zu kochen, Brennholz zu besorgen, Wasser vorzubereiten, das Camp in Ordnung zu halten und einiges zu reparieren.

Morgens gegen 6 Uhr wird der Ofen angeheizt. Ab 7 Uhr stehen alle nacheinander auf. Wenn alle gleichzeitig aufstehen, aufs Klo gehen und sich waschen wollten, müssten wir anstehen. Um 8 Uhr gibt es Frühstück. meist wird eine Milchsuppe gekocht (Grießbrei, Haferflocken, Milchreis) oder es ist noch Suppe vom Vorabend übrig, die dann aufgewärmt wird. Brot haben wir aus Tiksi mitgebracht und vor einigen Tagen auch noch frisches Brot von einer benachbarten ( 40 km entfernten) Wetterstation bekommen, wo fünf Leute das ganze Jahr über leben und arbeiten und selber Brot backen. Das war ziemlich lecker. Dann werden noch Brote geschmiert, die auf Russisch „Buterbrod“ heißen und Tee in Thermoskannen gefüllt. Gegen 10 Uhr fuhren die Kettenfahrzeuge los und die Arbeit begann. Wir sind eigentlich fast jeden Tag mit den Kettenfahrzeugen zu den ein bis vier Kilometer entfernten Bohrstellen gefahren. Ohne die Kettenfahrzeuge kommt man hier im Winter überhaupt nicht vorwärts und auch diese kleinen Panzer haben manchmal ganz schön zu kämpfen, um durch den tiefen Schnee die Hänge heraufzufahren.

Abends sind wir immer so gegen 19 Uhr zurückgekommen. Dann war zum Glück das Abendessen schon fertig. Es gibt immer eine Suppe und eine Hauptmahlzeit, denn alle haben nach so einem Arbeitstag großen Hunger. Wir haben gefrorenes Rentierfleisch, viel Fisch und auch Dosenfleisch mitgenommen, dazu Kohlköpfe, Kartoffeln, Mohrrüben, Zwiebeln, Knoblauch, Nudeln, Reis, Milchpulver, Zucker, Salz und noch vieles mehr, was so elf Menschen in drei Wochen wegfuttern. Abends wurde dann auch ein kleiner Benzingenerator eingeschaltet um etwas Licht zu haben und vor allem auch, um die zahlreichen Akkumulatoren zu laden, die unsere Geophysiker für ihre Messungen brauchen. Und meist saßen wir dann immer noch eine Weile zusammen, haben den nächsten Tag geplant, Karten gespielt oder auf dem Computer russische Filme geschaut und auch gemeinsam mal einen Schluck Wodka getrunken, keine Sorge, niemals zu viel.

Verständigt haben wir uns hier viersprachig (russisch, jakutisch, englisch und deutsch). Die jakutischen Kollegen haben untereinander jakutisch oder russisch gesprochen. Ein Kollege aus St. Petersburg spricht russisch und englisch, wie auch der eine Bohringenieur. Drei der Deutschen Kollegen sprechen deutsch und englisch. Ich kann zum Glück auch ein wenig russisch und englisch und habe viel übersetzt, was beim Nacherzählen russischer Witze nicht so einfach ist Es gab natürlich eine Reihe lustiger Missverständnisse, aber die Stimmung war immer heiter und entspannt.

Nun zu euren Interessanten Fragen:

Gibt es frei lebende (gefährliche) Tiere?

Ja, wir haben einige Tiere gesehen, wie zum Beispiel Schneehühner und Schneeeulen oder Polarfüchse. Im Sommer ist hier natürlich mehr los, vor allem, was die Vogelwelt angeht. Dann kommen Gänse, Enten und viele kleinere Vögel, die ich leider nicht kenne. Eisbären wurden hier auf der Insel auch beobachtet. Aber zum Glück hatten wir keine Begegnung. Die sind wirklich gefährlich. Ich denke unser Bohrgerät und die Fahrzeuge waren zu laut. Im Sommer gibt es auch Vielfraße, die auch nicht ganz ungefährlich sind und viele, viele Lemminge (kleine mausartige Nagetiere).

Werden die Elfenbeinjäger verjagt - und wenn ja, durch wen und wie?

Mammutelfenbein wird hier schon seit über 200 Jahren gesammelt und es werden in Jakutien sehr schöne Schnitzereien daraus gefertigt, die man in der Hauptstadt Jakutsk auch für viel Geld kaufen kann. Es ist viel besser, das Elfenbein der ausgestorbenen Eiszeitelefanten zu nutzen, als in Afrika Elefanten zu schießen. Es gibt Elfenbeinsammler, die haben eine staatliche Erlaubnis, die Stoßzähne zu sammeln. Aber viele tun das auch ohne Genehmigung. Gejagt werden diese Leute kaum, wer soll das auch machen. Hier gibt es kaum Menschen. Solange wie die Stoßzähne nur dort am Ufer  aufgesammelt werden, wo sie sowieso jedes Jahr aus dem Permafrost austauen, ist es auch nicht schlimm. Erst wenn - mit großer Technik, mit Feuer oder Wasserpumpen - der Permafrost zusätzlich aufgetaut und abgetragen wird, beginnt die Zerstörung der Landschaft.

Gibt es eine Krankenstation, und was passiert, wenn jemand krank wird?

Eine Krankenstation gibt es hier nicht. Wir haben von unserem Institut einen Medizinkoffer mitbekommen, wo einige Medikamente und Verbandsmaterial für den Notfall drin sind. Wir können mit dem Satellitentelefon unseren Institutsarzt in Deutschland anrufen. Und wenn es wirklich eine ernste Erkrankung gibt, muss ein Hubschrauber aus Tiksi gerufen werden. Bisher hat es aber außer ein paar Magenverstimmungen, Kopfschmerzen oder mal eine kleine Schürfwunde nichts gegeben.

Wie funktioniert das eigentlich mit der Wasserversorgung - gibt es Wasserleitungen?

Hier bei uns ist im Winter der Schnee die Wasserquelle und im Sommer ein kleines Flüsschen oder kleine Tümpel in der Umgebung. In den Siedlungen gibt es Wasserleitungen und meist auch ein kleines Wasserwerk. Das Wasser kommt dort meist aus einem See in der Umgebung. Die Wasserleitungen verlaufen oberirdisch und müssen im Winter erwärmt werden, damit sie nicht einfrieren. Dann sind die Rohre schnell kaputt,  es bilden sich großen Eisflächen in den Häusern oder auf der Straße. Im Sommer werden in Jakutien die Leitungen häufig für längere Zeit abgeschaltet, weil die Rohre repariert werden müssen.

Und wie funktioniert die Stromversorgung?

Wir haben für unsere Stromversorgung einen kleinen Benzingenerator (Honda) mitgenommen. In den Orten gibt es meist ein Ölkraftwerk, manchmal auch Kohlekraftwerke und an einigen Stellen auch Windgeneratoren.

Was kostet so ein Bohrer? Gehen die auch mal kaputt? Und wie lange dauert dann seine Reparatur?

Das ganze Bohrgerät hat ungefähr 30.000 € gekostet. Nachdem wir drei Wochen gearbeitet haben, ist daran auch einiges kaputt gegangen. Meist sind das die Stellen,  wo viel Kraft an Gewinden wirkt und Teile verschleißen. Außerdem nutzen sich die Bohrkronen ab und müssen ausgewechselt werden. Uns ist es auch passiert, dass ganze Kernrohre im Boden festgefroren sind und nicht wieder herausgeholt werden konnten. Kleinere Reparaturen konnten wir hier zum Glück, auch wegen der Findigkeit unserer jakutischen Kollegen, innerhalb eines Tages bewältigen.

Könnte es passieren, dass das Eis bricht? Und was dann???

Das Meereis kann durchaus aufbrechen. Meist bilden sich dann lange Eisaufpressungen, die umfahren werden müssen. Bevor das Eis im späteren Frühjahr endgültig aufbricht müssen unsere Kettenfahrzeuge wieder zuhause sein. Bisher sieht es aber noch nicht nach einem Eisaufbruch aus. Aber die Einheimischen sagen, dass es eher im Jahr passiert als früher.

Wie leben denn überhaupt die Menschen dort im hohen kalten Norden?

Wer außerhalb der größeren Ortschaften lebt, beschäftigt sich mit Fischfang und Jagd. Es gibt große Rentierherden mit Hirten. Und auch die Expeditionen wie unsere sind inzwischen eine Erwerbsquelle.  Ansonsten gibt es Schiffe auf den großen Flüssen der Arktis und im Winter auch einen intensiven „Straßenverkehr“ auf dem Eis. In den Siedlungen ist es wie überall, von der Stadtverwaltung über Schulen, Kindergarten und Müllabfuhr bis zur Wasser- und Energieversorgung und die vielen Geschäfte, in denen Menschen arbeiten. Und natürlich gibt es außerdem Rohstoffe, wie Kohle, Gold oder Diamanten, die abgebaut werden.

Wie schwer ist so ein Bohrkern?

Das hängt davon ab wie lang der Kern ist, wie groß der Durchmesser ist und wieviel Eis darin ist.  Ein 1m-Kern kann so um die 10 kg wiegen. Jedenfalls hatten wir heute ganz schön zu schleppen, als wir die 14 Kisten mit den gefrorenen Proben zum Hubschrauberlandeplatz getragen haben.

Findet man in den Kernen auch Einschlüsse von Insekten, so wie beim Bernstein? Und kann man da überhaupt noch was erkennen?

Man findet durchaus viele Reste von Insekten, vor allem, weil der Chitinpanzer sehr widerstandsfähig ist. Es sind zwar keine so schönen Einschlüsse wie im Bernstein, aber dafür findet man häufiger  im gefrorenen Schlamm Flügel oder Köpfe von Käfern. Und da besonders Käfer sehr gut spezialisiert sind für bestimmte Umweltbedingungen, helfen uns diese Funde, die vergangenen Umweltveränderungen zu rekonstruieren.

Das ist wieder ein langer Brief geworden, aber es gibt auch so viel zu erzählen und ihr stellt so interessante Fragen. Über jede könnte man noch viel mehr schreiben.

Aber damit soll es für heute genug sein.

Wir hoffen vor allem, morgen zurückfliegen zu können.

Herzliche Grüße von der Insel Bolshoy Lyakhovsky

Lutz Schirrmeister

To top

News

Our summer school at the Ladoga Lake has just started!!

> more here

News from the summer expedition to the delta!

> more here

In September 2016 our "St. Petersburg summer school" for young scientists will be supported by the DAAD "Go-East Summer Schools" programme.

> more here

Our new bilateral Master's Program CORELIS will start with the first cohort in summer 2016!

> more here

Great photographs from our Summer School at Lake Ladoga available on-line!

> more here

The PhD Meeting in Gülpe was a great success!

> more here

Late summer on Samoylov Island. Read how our six scientists are going!

Scientists from Hamburg are in the Lena River Delta.

> more here

Impressions of the Polar day, the spring flood and the ice breakup. 

> more here


527efb333